Das „Kümmerer Netzwerk“

Am 30. Juni 2021 endete das auf drei Jahre befristete erfolgreiche Projekt
Viele helfende Hände haben in den vergangenen Jahren im „Kümmerer Netzwerk“ mitgearbeitet.

Die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Schwarzenbek hat nun die ehrenamtlich Tätigen aus diesem Projekt unter ihrem Dach aufgenommen und eröffnet ihnen damit die Möglichkeit, auch nach Projektende weiter für Seniorinnen und Senioren tätig zu sein und sich als Gruppe unter dem Namen „Zusammen(h)alt“ regelmäßig zum Austausch zu treffen.

Spazieren gehen, Unterstützung beim Behördengang oder Begleitung zum Frisör – und nebenbei Aufmerksamkeit und Zuwendung schenken, das möchten sie weiterhin tun.

Kontakt:
Gerald Marth ist als Ansprechpartner der Gruppe Zusammen(h)alt für Sie unter der
Telefonnummer 0176/79 55 75 61 erreichbar.
 Darüber hinaus können Sie sich auch an das Kirchenbüro mit der Telefon-Nummer 04151/89230 wenden.


Rückblick
Das „Kümmerer Netzwerk“ begann am 1.Juli 2018. Es wurde maßgeblich mitgestaltet von Simone Kroll-Schilke. Das Projekt, das auf drei Jahre bis zum 30.06.2021 befristet war, wurde finanziell gefördert durch die EU, durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und das Land Schleswig-Holstein über die AktivRegion Sachsenwald-Elbe e.V. sowie der Diakonie Stiftung Schleswig-Holstein.
Durch das bürgerschaftliche Engagement der Ehrenamtlichen erfuhren viele Menschen in der Region Unterstützung in Ihrem Alltag. Weiterhin trugen die Treffen der professionellen Netzwerk Partner zum gegenseitigen Kennenlernen und Austausch bei. Trotz intensiver Bemühungen und zahlreicher Gespräche war keine auskömmliche Folgefinanzierung in Sicht. Diese aber war erforderlich, um das Projekt in dieser Form verlässlich und fachlich qualifiziert fortsetzen zu können.

Der Bedarf an Hilfe wächst
Beim „Kümmerer Netzwerk“ des Diakonischen Werkes Herzogtum Lauenburg standen unterstützungsbedürftige ältere Menschen im Fokus. „Der Bedarf an Hilfe und Unterstützung wächst“, stellt Simone Kroll-Schilke, Projektleiterin des „Kümmerer Netzwerkes“, fest. Ob in der Stadt oder auf dem Land: Die klassischen Familienstrukturen über mehrere Generationen an einem Ort verändern sich.
„Ich hatte Hilfsanfragen von Kindern und Angehörigen aus anderen Bundesländern erhalten und sogar aus Österreich, deren Eltern in unserer Region leben“, sagt Simone Kroll-Schilke. Häufig würden sie bei den kurzen Besuchen in der Heimat sehen, dass die Eltern alleine nicht mehr zurechtkommen. In Zeiten der Pandemie traten diese gesellschaftlichen Entwicklungen immer mehr in den Fokus.

17 Ehrenamtliche sind dabei
An diesem Punkt hat das „Kümmerer Netzwerk“ angesetzt. Aktuell 17 Ehrenamtliche haben sich um ältere Menschen in der Region gekümmert. Spazieren gehen, Unterstützung beim Behördengang oder Begleitung zum Frisör – und „nebenbei“ gab es Aufmerksamkeit und Zuwendung.
Wer wen unterstützt, wer mit wem „kann“, dafür hatte die Projektkoordinatorin ein Auge, die vorab immer intensive Beratungsgespräche geführt hat. Denn der persönliche Draht musste einfach stimmen. Einmal im Monat haben sich die Kümmerer untereinander im Franziskus-Gemeindehaus in Schwarzenbek ausgetauscht und wurden fortgebildet.

15 professionelle Netzwerk Partner
Das „Kümmerer Netzwerk“ hat sich in den vergangenen drei Jahren in Schwarzenbek und der Region etabliert. Zu den Netzwerkpartnern gehörten u.a. der Pflegestützpunkt, der Behindertenbeauftragte der Stadt, das Demenznetz, das Ev. Familienzentrum, die Sterbeammen. Die professionellen Partner trafen sich regelmäßig zum Austausch über Neuigkeiten und Veränderung aus den jeweiligen Bereichen.